Mit dem Finger über die Landkarte. Auf diese Weise reist man manchmal in die entferntesten Orte der Welt. So haben ohnehin die größten Entdecker angefangen – beispielsweise Columbus, der vor der Entdeckung Amerikas sicherlich diese Richtung zunächst mit dem Finger zeigte. Obwohl dies vermutlich in seiner Epoche im wahrsten Sinne des Wortes das Ende der Welt war. Doch einige Dinge haben sich seitdem nicht geändert – auf der Welt gibt es weiterhin Orte, die in Wirklichkeit vorhanden sind, doch nicht auf Landkarten. Zumindest laut Google Maps, in denen aus unterschiedlichen Gründen manche Landkartenbereiche der Zensur zum Opfer fallen.

Es handelt sich dabei weniger um Orte, die bisher niemand erkundet hat, sondern vielmehr um Orte, die Google vor Otto Normalverbraucher erreicht hat, um anschließend einen Vorhang aus verschwommenen Pixeln über sie zu ziehen. Was steckt hinter einigen dieser Vorhänge? Gehen wir doch der Sache auf den Grund!

Wie dies gewöhnlich bei Orten der Fall ist, die nicht für alle zugänglich sind, entstanden in Zusammenhang mit ihnen zahlreiche Legenden. Angefangen mit geheimen, doch im Grunde bodenständigen Militärstützpunkten bis hin zu Labors, in denen UFO-Forschung in der Version für Verschwörungstheoretiker emsig betrieben wird. Fangen wir nun mit einem der amerikanischen Gefängnisse an.

GEISTERGEFÄNGNIS

In der Serie „Prison Break“ tätowierte der Protagonist seinen gesamten Körper mit dem Gefängnisplan, um aus dieser Strafvollzugsanstalt seinen Bruder herauszubekommen. Dieser ideenreiche Tattoo-Künstler würde ganz schön dumm aus der Wäsche gucken, wenn er bei der Anfertigung seiner Karte auf Google Maps angewiesen wäre. Der wichtigste Kartograph der Welt bediente sich an diesem Ort eines miesen Tricks: Auf dem Satellitenfoto sehen wir zwar den gesamten Gefängnisplan, doch nicht des Gefängnisses, das existiert, sondern des ehemaligen. Das geübte Auge sieht ohnehin, dass die Farben in diesem Bereich anders als im übrigen Teil der Landkarte sind.

DAS BESTE GESPRÄCHSTHEMA? WETTER!

Fliegen wir einmal über den Atlantik – in die USA. Dann erst wird es so richtig interessant. Das Wetter ist bekanntlich das beste Thema, um mit jemandem in ein ungezwungenes Gespräch zu kommen. Doch nicht in Amerika, und vor allem nicht auf der Grenze zwischen den Staaten Washington und Oregon. Dort ist das Wetter besonders… vorhersehbar, denn die US-Armee in Kooperation mit Forschern beschloss, es auf eigene Faust zu ändern. So entstand das Programm HAARP, das Prozesse, die der Ianosphäre auftreten, erforscht. Doch für Verschwörungstheoretiker ist dies nur ein Vorwand, um nebenbei die „berühmteste Geheimwaffe“ zu testen, die es erlaubt, die Naturgewalten zu kontrollieren, so als sei man Poseidon. Wenn man dem Präsidenten von Haiti glaubt, so war das Erdbeben von 2010, das sich als eine Katastrophe für die Insel herausgestellt hatte, Ergebnis amerikanischer Experimente im Rahmen des Programms HAARP. Der Stützpunkt im Staat Washington wurde offiziell 2014 geschlossen, doch neugierige Beobachter melden, dass darin weiterhin gearbeitet wird und der entsprechende Bereich auf Google Maps zensiert wurde.

DAS IST DER GIPFEL!

Nun gelangen wir zum vermutlich höchst gelegenen versteckten Ort der Welt – 6000 m oberhalb des Meeresspiegels. Willkommen auf dem Berg Kangtega in Nepal – im Himalaya. Wenn man ihn mit Google Maps in der Hand besteigt, muss man sich durch eine schneeweiße Masse hindurch kämpfen, die uns stark in die Augen leuchtet, bis wir zum… riesigen schwarzen Fleck direkt unter dem Gipfel gelangen. Warum verdeckte Google einen erheblichen Abschnitt eines Berges, zu dem ohnehin nur wenige Waghalsige gelangen? Warum bemalte Google einen erheblichen Abschnitt des Berges, zudem ohnehin nur wenige Waghalsige gelangen? In den Spionagefilmen ist der Berggipfel ein idealer Ort für eine geheime Militärmilitärbasis – oder für eine Basis, die einer verdeckt agierenden Organisation gehört.

. Und was wissen wir über Kangtega? Angeblich wurde der Berg erst 1966 bestiegen, doch es gibt Gerüchte, dass Nazis als erste während des Zweiten Weltkriegs den Berggipfel erreicht hatten, um dort einen UFO-Landeplatz zu entdecken. Wie konnte es denn auch anders sein! Diese Theorie entwickelte ohnehin ein Eigenleben aufgrund zahlreicher angeblich beobachteter Außerirdischer in der dortigen Gegend. Diese Außerirdischen sollen diesen „Bergeingang“ als eine Art Garage für ihre Ausrüstung nutzen.

Wie auch immer – die Welt ist noch weitgehend unerforscht und unvorhersehbar, daher lohnt es sich, stets ein gutes GPS-Navigationssystem dabei zu haben, das einem dabei hilft, im Ernstfall sogar aus dem Bermudadreieck auf dem Rücken des Seeungeheuers von Loch Ness nach Hause zu navigieren.